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Soziale Netzwerke auf Kundenfang…

Veröffentlicht am Mi, Feb 11, 2009 von Sascha Cremer

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Wer seine eigene Online-Reputation im beruflichen Umfeld pflegen will, kommt um ein auf geschäftliche Kontakte spezialisiertes nicht herum. In Deutschland trifft man sich vor allem auf Xing, weltweit hat allerdings der Anbieter LinkedIn die Nase vorn. Wie der jetzt allerdings viral auf deutschen Kundenfang geht, wirkt allerdings ordentlich obskur:

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Link Sculpting: Feintuning der internen Linkstruktur

Veröffentlicht am Mi, Feb 11, 2009 von Thomas Floracks

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In diesem kurzen Post möchte ich Ihnen eine SEO Technik vorstellen, die in letzter Zeit immer häufiger von Webseiten verwendet wird, das so-genannte Link Sculpting.

Unter Link Sculpting versteht man das rel=”nofollow” Attribut auf interne Links einer Webseite anzuwenden und somit die Verteilung des Pageranks innerhalb einer Webseite zu beeinflussen. Das “nofollow” Attribut wurde von mehreren Suchmaschinenbetreibern eingeführt um das Spamming auf Blogs, Foren und Wikis einzudämmen. Nofollow sagt der Suchmaschine den als nofollow gekennzeichneten Link zu ignorieren und aus dem Linkgraphen der Seite zu entfernen. Dadurch wird an den betroffenen Link kein Pagerank mehr weitergegeben und SEO Spam, z.B. Kommentar Spam auf einem Blog, verliert so seinen Sinn.

Das Nofollow Attribut als SEO Werkzeug

Was eigentlich gedacht war, Spam einzudämmen oder zumindest dafür zu sorgen, dass Spamming als SEO Werkzeug unnütz ist, lässt sich auch ganz wunderbar “missbrauchen” um Ihre eigene Linkstruktur zu optimieren und den Fluss des Pageranks auf Ihrer Seite zu steuern. Viele Webseiten enthalten Seiten, die für den Nutzer wichtig sind aber nicht für Suchmaschinen und Traffic, z.B. Nutzungsbedingungen, oder der Shopping Cart Ihrer e-commerce Seite. Diese Seiten sind meist von jeder einzelnen Seite Ihrer Webseite aus verlinkt und erhalten dadurch Pagerank von jeder einzelnen Seite. Durch hinzufügen des rel=”nofollow” zu diesen Links unterbinden Sie die unsinnige Zuteilung von Pagerank. Das ist ein triviales Beispiel das nofollow Attribut zu benutzen und ein ähnliches Resultat könnten Sie auch dadurch erzielen einen zu den Seiten Ihres Shopping Carts oder den Nutzungsbedingungen hinzufügen. Oft ist das jedoch keine Option. Schauen wir uns deshalb ein weiterführendes Beispiele an in dem nofollow sehr nützlich ist.

Normalerweise gibt Ihre Linkstruktur den Fluss des Pageranks vor und eine gute Linkstruktur sorgt dafür, dass Ihre wichtigsten Seiten auch am meisten verlinkt sind und damit den meisten Pagerank erhalten. Mit ein bisschen Feintuning können Sie das noch weiter verbessern. Nehmen wir an Sie haben auf einer Übersichtsseite 10 Produkte verlinkt. Die Übersichtsseite ist direkt von der Homepage verlinkt und bekommt daher viel Pagerank zugeteilt. 5 der Produkte haben viel Konkurrenz in den Suchmaschinen und viele Suchanfragen, 5 haben kaum Konkurrenz und wenige Suchen. Alle Produkte sind ausserdem in tieferen Seiten Ihres Katalogs verlinkt. Sie können nun auf der Übersichtsseite Ihres Katalogs nofollow zu den Produktlinks hinzufügen, die ohnehin gut ranken und wenig Traffic erzeugen. Dadurch wird mehr Pagerank zu den Produktseiten weitergeleitet die ihn wirklich nötig haben um in den Suchmaschinen mit anderen Webseiten zu konkurrieren.

Die Anwendungen für Link Sculpting sind vielfältig und die Technik ist von Google akzeptiert. Ob und wie Link Sculpting Ihrer Seite helfen kann, müssen Sie selbst entscheiden. Link Sculpting ist eine interessante und effektive SEO Technik – wenn sie richtig angewendet wird – denn genausogut kann Link Sculpting Ihre interne Link Struktur beschädigen und Ihr Ranking negativ beeinflussen. Wie bei allen SEO Techniken gilt auch für das Link Sculpting: Wenn Sie nicht sicher sind, dass Sie das Richtige tun, lassen Sie besser die Finger davon.

Für weitere Information empfehle ich Stephen Spencers Artikel auf Searchengineland.com (in Englisch):
http://searchengineland.com/sculpting-your-pagerank-for-maximum-seo-impact-12982

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Einfach blöd?

Veröffentlicht am Do, Jan 8, 2009 von Sascha Cremer

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Das in sozialen Netzwerken allerlei Privates der Öffentlichkeit kundgetan wird war ja schon des Öfteren Thema in diesem Blog. Klare Zahlen zu diesem naiven ‘das findet schon keiner raus’ Verhalten bringen jetzt zwei Studien der University of Wisconsin: In einer der Studien wurden 500 zufällig ausgewählte mySpace Profile analysiert, mit aufschlussreichen Ergebnissen: Über die Hälfte glänzte mit intimen Details aus dem Privatleben, 41% berichteten über Drogenerfahrungen, 24% über ihr sexuelles Verhalten und 14% sogar über Gewaltanwendungen.

Hoffnung in Sicht oder einfach nur blöd?

Immerhin: Besserung scheint in Sicht. In der zweiten Studie wurde 190 Benutzern mit derartigen Profilen eine Email geschickt, in der sie auf ihr riskantes Verhalten aufmerksam gemacht wurden. Auf diese Mail von einem unbekannten Absendern reagierten 13.7% und entfernten innerhalb der nächsten 3 Monate private Informationen von ihrem Profil. Das kann man durchaus positiv bewerten, vielleicht müssen einige der untersuchten amerikanischen Kids nur auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht werden. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob die gleichen Benutzer auch empfänglich wären für Emails alá “Ihre Bankdaten sind gefährdet, bitte geben sie auf dieser Seite ihre TAN Nummern ein.” ,-).

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Soziale Netzwerke bündeln

Veröffentlicht am Mo, Jan 5, 2009 von Sascha Cremer

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Wer die Kommunikationsmöglichkeiten des Web 2.0 für sich nutzen will hat mittlerweile die Qual der Wahl zwischen StudiVZ, Xing, Facebook und etlichen weiteren. Konnte man früher noch halbwegs sicher sein seinen jeweiligen Freundeskreis mehr oder weniger komplett bei einem der Netzwerke wiederzufinden, muss man heute schon in verschiedenen Netzwerken aktiv sein, um mit allen Freunden in Kontakt zu bleiben.

Unüberschaubere Kommunikationsvielfalt

Auch wenn soziale Netzwerke für die Kommunikation bei vielen immer wichtiger werden, sind sie natürlich bei weitem nicht die einzige Kommunikationsmöglichkeit im Netz. Vor allem Instant Messenger wie MSN oder ICQ oder die gute alte Email werden auch weiterhin genutzt. Wer all diese Möglichkeiten nutzt, muss sich mit einem Wust verschiedener Programme, Logins und Passwörtern herumschlagen. Das brasilianische Unternehmen power.com versucht diese Vielfalt jetzt unter einer Oberfläche zu vereinen, mit der Nutzer Zugriff auf soziale Netzwerke, Instant Messaging und Emails haben.

Netzwerke bangen um Werbeeinnamen

Obwohl das Angebot noch im Beta-Stadium ist und bisher nur wenige Netzwerke im Angebot hat (hi5, Orkut, Myspace), fürchten Netzwerke scheinbar bereits um ihre Werbeeinnahmen. Setzt sich ein Aggregator wie power.com wirklich durch, gehen den Netzwerken Werbekunden auf ihren Seiten verloren. Nachdem Facebook die Angelegenheit bereits vor Gericht getragen hat, wurde die Anbindung von power.com auf Grund unklarer Rechtslage zunächst gestoppt. Im Januar soll der Service allerdings wieder starten, gemeinsam mit Anbindungen zu verschieden IM und Email-Services. Man darf gespannt sein ob das MashUp aus Brasilieren die technischen und rechtlichen Hürden nimmt, den Nutzer dürfte es auf jeden Fall freuen.

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Link Building Teil 1 – Wie bekomme ich Links zu meiner Seite!

Veröffentlicht am Fr, Nov 28, 2008 von Thomas Floracks

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In vorherigen Beiträgen habe ich die Wichtigkeit von Links für die Reputation einer Webseite sowie Kriterien für die Beurteilung der Qualität eines Links aufgeführt.
Mit diesem Grundwissen gerüstet, können Sie sich auf die Suche nach Links machen, die Ihre Seite höher ranken lassen.

Im Gegensatz zu technischen SEO Aspekten, wie der richtigen Platzierung der Keywords auf Ihrer Site oder der HTML Struktur gibt es keine Kochrezepte für das Link Building. Link Building ist vielmehr ein kreativer Prozess der von Webseite zu Webseite von Geschäftsmodell zu Geschäftsmodell oder von Webmaster zu Webmaster unterschiedlich gehandhabt werden kann. Es gibt jedoch einige grundlegende Strategien, die Sie befolgen können. Welche Strategie in Ihrem Fall die richtige ist oder wie die Ausführung im Detail aussieht, müssen Sie gemäß Ihrem Geschäftsmodell, verfügbarem Budget oder notwendigem Zeitaufwand selbst entscheiden. Ich werde das Link Building in einer Serie von drei Artikeln behandeln und in jedem Beitrag drei oder vier Strategien vorstellen – Teil 1: Natürliche Links, Web 2.0 / Social Web, Freundschaften und Gastbeiträge. Dieser erste Beitrag ist vor allem an Blogger und Hobby Webmaster gerichtet.

Natürliche Links und Grundsätzliches

In einer idealen Welt brauchen Sie sich um Link Building nicht zu kümmern. Sie schreiben interessante und nützliche Inhalte, Ihre Seite ist vernünftig strukturiert und kann von den Suchmaschinen leicht gelesen werden. Die ersten Leser lieben Ihre Inhalte und linken zu Ihren Artikeln von Ihren Blogs und Webseiten. Mit ihrer Leserschaft steigt so die Reputation Ihrer Seite und mehr und mehr Nutzer finden Ihre Seite in den Suchergebnissen. So oder so ähnlich wünscht sich der Google Algorithmus die Welt. Die Realität sieht leider anders aus. Wer einfach nur schreibt und schreibt und hofft, dass die Besucher von alleine kommen wird mitunter lange warten. Viele Firmen haben dafür keine Zeit und private Blogger werden nach 20 Artikeln ohne Leser wohl irgendwann frustriert aufgeben. Natürlich glaube auch ich, dass interessante und vor allem nicht kommerzielle Inhalte von vielen Bloggern verlinkt werden – aber wie, wenn niemand weiß, dass Ihr neuer Blog existiert…? was machen Sie wenn Ihre Webseite kommerzielle Ziele verfolgt…?

Gerade Anfangs ist Link Building Ihr Job und Sie können nicht darauf hoffen, dass ihre Webseite ohne Ihre Hilfe verlinkt wird und ranken wird.

Tipp für brandneue Seiten, mit wenig Zeit und kleinem Budget:
Auch wenn’s altbacken und offensichtlich klingt, vergessen Sie nicht Ihre brandneue Domain bei Google und den anderen Suchmaschinen einzutragen. Wenn Sie kein Link Building betreiben wollen, nehmen Sie sich zumindest 2 Minuten Zeit und tragen Ihre Seite in die Suchmaschinen ein. Suchmaschinen müssen wissen, dass ihre Domain und Webseite existieren und wenn nirgendwo im Internet ein Link zu Ihrer Seite zu finden ist, dann ist die manuelle “Submission” der einzige Weg den Suchmaschinen auf die Sprünge zu helfen. Der Service ist kostenlos und Sie können zumindest sicher sein, dass sich die Suchmaschinen irgendwann Ihre Inhalte anschauen werden:

Web 2.0 / Social Web

Gerade für Blogger und Hobby Webseiten bietet das Web 2.0 viele Möglichkeiten Ihre Seite bekannt zu machen. Einerseits können Sie meist kostenlos von öffentlichen Profil Seiten zu Ihrer persönlichen Seite linken, so dass die Suchmaschinen Ihre Seite finden und Sie können ihre bestehenden sozialen Netzwerke nutzen um ihre Seite bekannt zu machen – vielleicht linkt ja einer Ihrer Bekannten und Verwandten zu Ihrem neuen Blog.

Netzwerke mit öffentlichen Profilen und Links sind zum Beispiel: XING, LinkedIn, Facebook um nur die bekanntesten zu nennen. Der Nachteil dieser Links ist dass der Link Text meist vorgegeben ist, z.B. “meine Seite” oder ihr Name, aber was soll´s einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Außerdem können Sie Ihren Blog z.B. bei friendfeed registrieren. Jeder neue Post taucht automatisch in Ihrer Profil Seite auf.
Machen Sie es Ihren Nutzern leicht Ihre Inhalte sozialen Netzwerken hinzuzufügen. Die meisten Netzwerke bieten vorgefertigte Links, die Sie am Ende Ihrer Inhalte einfügen können, z.B. “Add to facebook”, “Add to delicious”, “add to tecnorati” “Digg this”.
Gerade wenn Sie ausgefallene oder kontroverse Inhalte haben, sind Dienste wie digg.com oder yigg.de eine gute Möglichkeit Ihren Inhalt zu promoten. Seien der Erste der den Inhalt diggt, laden Sie Ihre Freunde ein, vielleicht kommen noch andere hinzu und Ihr Beitrag landet auf der Homepage von digg.com oder yigg.de (Traffic Explosion garantiert).

Freundschaften und Gastbeiträge

Seien Sie in der Community Ihres Themenbereichs aktiv. Lernen Sie Blogger kennen, studieren Sie einflussreiche Webseiten und versuchen Sie die Leute hinter den Webseiten kennenzulernen. Z.B. können Sie Kommentare in einem Blog hinterlassen, andere Webmaster oder Blogger in ihre Freundeliste auf XING, Linkedin, oder Facebook aufnehmen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein geniales Tool um in Kontakt mit anderen Bloggern zu treten ist die Microblogging Platform Twitter. Folgen Sie Bloggern auf Twitter, erfahren Sie wofür sich Ihr Gegenüber interessiert, antworten Sie auf Fragen oder stellen Sie selber Fragen.
Wenn andere Webmaster und Blogger Sie kennen und Ihre Kompetenz zu schätzen lernen, linken Sie oft ganz von selbst zu Ihrem Blog oder laden Sie ein einen Gastbeitrag zu veröffentlichen (inklusive Link zu Ihrer Seite – oft allerdings nur wenn diese nicht kommerziell ist).
Gerade für Blogger ist es unumgänglich im Social Web aktiv zu sein, Links sind dabei nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Das war der erste Teil meiner Link Building Serie. Im kommenden Beitrag möchte ich auf Strategien eingehen, die für Firmen, Blogger und Hobby Webmaster gleichermaßen interessant sind nachdem dieser Artikel sich eher an Blogger richtete. Im nächsten Artikel werde ich voraussichtlich die folgenden Themen behandeln:

  • Verzeichnisse und Kataloge
  • Presse Mitteilungen
  • Link Buying
    • Im Gegensatz zu den beschriebenen Methoden sind diese weniger Zeit intensiv kosten aber leider oft Geld oder sind nicht ganz risikofrei. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

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Online Reputation Management wird immer wichtiger…

Veröffentlicht am Mi, Nov 12, 2008 von Sascha Cremer

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…aber bisher fast ausschließlich in den USA. Das im August gestartete Google Search Insight versorgt den ambitionierten Trendforscher mit zunehmend detaillierten Auswertungen zum weltweiten Suchaufkommen. Dabei geht es weit über die Funktion der ebenfalls weiter laufenden Google Trends hinaus und bietet Auswertungen nach verschiedenen Ländern, Suchbegriffen (auch in Branchen zusammengefasst) und über beliebige Zeiträume (ab 2004).

Interessant für mich war natürlich die Entwicklung des Online Reputation Managements. Google Insight Search verzeichnet ab Mitte 2006 ein nenneswertes Suchaufkommen, das bis heute stark gestiegen ist. Wenn man den Zahlen glauben darf, allerdings fast ausschließlich in den USA. Man darf gespannt sein, wann und ob das Thema auch in anderen Ländern relevant wird. Das ‘gefühlte’ Interesse in den Medien (meist online) steigt aus meiner Sicht auch bereits in Deutschland, in Googles Suchabfragen spiegelt sich das bisher aber noch nicht wieder.

Google Insight Search - Online Reputation Management

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Yasni wird international

Veröffentlicht am Do, Nov 6, 2008 von Sascha Cremer

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Die Macher der Personensuchmaschine Yasni haben in diesen Tagen einen Newsletter an ihre Mitglieder geschickt, in dem sie einige Neuerungen ankündigen:

  • Sprache
    Yasni ist jetzt nicht länger allein in deutsch, sondern auch in englisch verfügbar.
  • VIP-Rank
    Den Aufbau eines sozialen Netzwerks belohnt Yasni mit einem steigenden VIP-Rank, Platz 1-5 werden direkt auf der Yasni Startseite dargestellt (und bringen damit Traffic auf das eigene Profil und wohl auch damit verbundene Seiten). Dieser VIP-Rank wird jetzt für einzelne Länder differenziert, einen “globalen” Rank scheint man nicht angedacht zu haben.
  • AGBs
    Auch die AGBs werden landestypisch angepasst. Bei einem kurzen Überfliegen der deutschen Vereinbarungen ist mir nichts besonderes aufgefallen. Yasni verpflichtet registrierte Nutzer zu wahrheitsgemäßen Angaben über die eigene Person, man will kein anonymes Netzwerk aufbauen (und behält sich damit auch das Recht vor, andere Profile zu löschen). Ausserdem darf aus dem eigenen Profil heraus nicht auf kostenpflichtige Internetseiten verlinkt werden.

Neben diesen Änderungenankündigen schreibt Yasni auch:

Die aus unserer Sicht „wichtigste“ Information: Vielen herzlichen
Dank vom gesamten yasni Team! Nur mit ihnen konnte sich yasni in nur
knapp einem Jahr vom kleinen Internet-Startup zur meistgenutzten
Personen-Suchmaschine der Welt entwickeln.

Das Yasni die meistgenutzte Personensuchmaschine der Welt sein soll, hat mich dann doch stutzig gemacht. Immerhin hat man bisher fast nur deutschsprachige User erreicht. Bei einer kurzen Recherche mit dem Google adPlanner (der aus meiner Erfahrung bisher sehr zuverlässige Traffic-Daten liefert) habe ich dann tatsächlich einen Anbieter gefunden, der etwas stärker genutzt wird. Schwierig einzuschätzen ist zudem der Traffic von 123people, da hier verschiedene Domains genutzt werden. Dennoch liegt Yasni sehr weit vorne bei der Nutzung von Personensuchmaschinen. Erstaunlich fand ich, das Google allein für Deutschland 1.6 Millionen Unique Visitors für Yasni.de ausweist! Ein paar Zahlen mir bekannter Personensuchmaschinen (Unique Visitors für 30 Tage, weltweit):

  1. zoominfo.com: 2.100.000
  2. yasni.de: 2.000.000
  3. 123people (de, ch, at und com): 1.640.000
  4. spock.com: 1.100.000
  5. naymz.com: 750.000
  6. myonid.de: 8.600

Damit liegt vor allem der deutsche Mitbewerber myonid weit abgeschlagen zurück. Der Dienst würde sich zwar sicherlich nicht als reine Personensuchmaschine beschreiben, sondern eher als Reputation Management Netzwerk – aber die Nutzerzahlen (so man Google glauben darf) sind doch eher enttäuschend.

Falls noch jemand andere Personensuchmaschinen kennt freue ich mich natürlich wie immer auf Feedback!

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Stradivari und Social Media

Veröffentlicht am Di, Okt 28, 2008 von Sascha Cremer

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Ich bin heute auf einen sehr interessanten Artikel von Dan Zarella gestoßen, der sich mit der Bedeutung des wie er es nennt “Social Proofs” beschäftigt. Den Social Proof definiert er als die Glaubwürdigkeit einer Person, die sie durch die Zustimmung bzw. das Vertrauen anderer Personen erlangt. Diese Zustimmung erfolgt im Alltag beispielsweise über Empfehlungen von Freunden oder durch wichtige “Meinungsführer” (beispielsweise durch den Bericht in einer Zeitung o.ä.), sie kann aber auch virtuell erfolgen – auch hier durch persönliche Empfehlungen auf Social Media Plattformen oder ebenfalls durch anerkannt wichtige Internetseiten.

Die Etablierung eines Social Proofs veranschaulicht Zarrella wunderbar an verschiedenen Beispielen:

  • Das Stradivari-Beispiel:
    Die Washington Post hat 2007 ein Experiment mit einem der weltbesten Geiger durchgeführt, der auf einer Stradivari in einer U-Bahn Station gespielt hat. Trotz der offensichtlichen Qualität der Vorführung hat der Geiger gerade mal $32.17 eingenommen. Wieviel er bei einem entsprechend angekündigten Konzert eingenommen hätte, kann man sich vorstellen. Die mehr als 1000 Leute, die an diesem Tag die Musik gehört haben, haben den Geiger aber zwangsläufig als Straßenmusiker eingestuft. Ohne gesellschaftliche Bestätigung haben sie sein Talent nicht erkannt.
  • Das Restaurant-Beispiel:
    Wer kennt es nicht – man ist in einer fremden Stadt unterwegs und überlegt sich welches Restaurant, welche Bar oder welchen Club man aufsuchen soll. Nur – woher soll man wissen wohin man gehen soll? Auch hier vertraut man auf seine Mitmenschen und wird am ehesten ein Restaurant aufsuchen, das gut besucht ist. Club-Besitzer nutzen diesen Effekt oftmals indem sie künstliche Warteschlangen entstehen lassen – je länger die Schlange ist, desto vermeintlich besser muss auch der Club sein.
  • Das Blog-Beispiel:
    Wie im realen Leben versuchen Menschen auch im Internet Anhaltspunkte für die Vertrauensseligkeit und die Relevanz einer Quelle zu finden. Ein maßgeblicher Indikator ist dabei natürlich wie so oft Google: Was in den Suchergebnissen weit oben steht muss wichtig sein. In Bezug auf Blogs nennt Danzarella aber zwei weitere entscheidende Punkte, die die Relevanz eines Blogs ausmachen: Anzahl der Newsletter-Abonennten (falls vorhanden) und Anzahl der Kommentare. Je mehr Menschen sich bereits für ein Blog interessieren, desto vermeintlich wichtiger ist es.

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