In vorherigen Beiträgen habe ich die Wichtigkeit von Links für die Reputation einer Webseite sowie Kriterien für die Beurteilung der Qualität eines Links aufgeführt.
Mit diesem Grundwissen gerüstet, können Sie sich auf die Suche nach Links machen, die Ihre Seite höher ranken lassen.
Im Gegensatz zu technischen SEO Aspekten, wie der richtigen Platzierung der Keywords auf Ihrer Site oder der HTML Struktur gibt es keine Kochrezepte für das Link Building. Link Building ist vielmehr ein kreativer Prozess der von Webseite zu Webseite von Geschäftsmodell zu Geschäftsmodell oder von Webmaster zu Webmaster unterschiedlich gehandhabt werden kann. Es gibt jedoch einige grundlegende Strategien, die Sie befolgen können. Welche Strategie in Ihrem Fall die richtige ist oder wie die Ausführung im Detail aussieht, müssen Sie gemäß Ihrem Geschäftsmodell, verfügbarem Budget oder notwendigem Zeitaufwand selbst entscheiden. Ich werde das Link Building in einer Serie von drei Artikeln behandeln und in jedem Beitrag drei oder vier Strategien vorstellen – Teil 1: Natürliche Links, Web 2.0 / Social Web, Freundschaften und Gastbeiträge. Dieser erste Beitrag ist vor allem an Blogger und Hobby Webmaster gerichtet.
Natürliche Links und Grundsätzliches
In einer idealen Welt brauchen Sie sich um Link Building nicht zu kümmern. Sie schreiben interessante und nützliche Inhalte, Ihre Seite ist vernünftig strukturiert und kann von den Suchmaschinen leicht gelesen werden. Die ersten Leser lieben Ihre Inhalte und linken zu Ihren Artikeln von Ihren Blogs und Webseiten. Mit ihrer Leserschaft steigt so die Reputation Ihrer Seite und mehr und mehr Nutzer finden Ihre Seite in den Suchergebnissen. So oder so ähnlich wünscht sich der Google Algorithmus die Welt. Die Realität sieht leider anders aus. Wer einfach nur schreibt und schreibt und hofft, dass die Besucher von alleine kommen wird mitunter lange warten. Viele Firmen haben dafür keine Zeit und private Blogger werden nach 20 Artikeln ohne Leser wohl irgendwann frustriert aufgeben. Natürlich glaube auch ich, dass interessante und vor allem nicht kommerzielle Inhalte von vielen Bloggern verlinkt werden – aber wie, wenn niemand weiß, dass Ihr neuer Blog existiert…? was machen Sie wenn Ihre Webseite kommerzielle Ziele verfolgt…?
Gerade Anfangs ist Link Building Ihr Job und Sie können nicht darauf hoffen, dass ihre Webseite ohne Ihre Hilfe verlinkt wird und ranken wird.
Tipp für brandneue Seiten, mit wenig Zeit und kleinem Budget:
Auch wenn’s altbacken und offensichtlich klingt, vergessen Sie nicht Ihre brandneue Domain bei Google und den anderen Suchmaschinen einzutragen. Wenn Sie kein Link Building betreiben wollen, nehmen Sie sich zumindest 2 Minuten Zeit und tragen Ihre Seite in die Suchmaschinen ein. Suchmaschinen müssen wissen, dass ihre Domain und Webseite existieren und wenn nirgendwo im Internet ein Link zu Ihrer Seite zu finden ist, dann ist die manuelle “Submission” der einzige Weg den Suchmaschinen auf die Sprünge zu helfen. Der Service ist kostenlos und Sie können zumindest sicher sein, dass sich die Suchmaschinen irgendwann Ihre Inhalte anschauen werden:
Web 2.0 / Social Web
Gerade für Blogger und Hobby Webseiten bietet das Web 2.0 viele Möglichkeiten Ihre Seite bekannt zu machen. Einerseits können Sie meist kostenlos von öffentlichen Profil Seiten zu Ihrer persönlichen Seite linken, so dass die Suchmaschinen Ihre Seite finden und Sie können ihre bestehenden sozialen Netzwerke nutzen um ihre Seite bekannt zu machen – vielleicht linkt ja einer Ihrer Bekannten und Verwandten zu Ihrem neuen Blog.
Netzwerke mit öffentlichen Profilen und Links sind zum Beispiel: XING, LinkedIn, Facebook um nur die bekanntesten zu nennen. Der Nachteil dieser Links ist dass der Link Text meist vorgegeben ist, z.B. “meine Seite” oder ihr Name, aber was soll´s einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Außerdem können Sie Ihren Blog z.B. bei friendfeed registrieren. Jeder neue Post taucht automatisch in Ihrer Profil Seite auf.
Machen Sie es Ihren Nutzern leicht Ihre Inhalte sozialen Netzwerken hinzuzufügen. Die meisten Netzwerke bieten vorgefertigte Links, die Sie am Ende Ihrer Inhalte einfügen können, z.B. “Add to facebook”, “Add to delicious”, “add to tecnorati” “Digg this”.
Gerade wenn Sie ausgefallene oder kontroverse Inhalte haben, sind Dienste wie digg.com oder yigg.de eine gute Möglichkeit Ihren Inhalt zu promoten. Seien der Erste der den Inhalt diggt, laden Sie Ihre Freunde ein, vielleicht kommen noch andere hinzu und Ihr Beitrag landet auf der Homepage von digg.com oder yigg.de (Traffic Explosion garantiert).
Freundschaften und Gastbeiträge
Seien Sie in der Community Ihres Themenbereichs aktiv. Lernen Sie Blogger kennen, studieren Sie einflussreiche Webseiten und versuchen Sie die Leute hinter den Webseiten kennenzulernen. Z.B. können Sie Kommentare in einem Blog hinterlassen, andere Webmaster oder Blogger in ihre Freundeliste auf XING, Linkedin, oder Facebook aufnehmen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein geniales Tool um in Kontakt mit anderen Bloggern zu treten ist die Microblogging Platform Twitter. Folgen Sie Bloggern auf Twitter, erfahren Sie wofür sich Ihr Gegenüber interessiert, antworten Sie auf Fragen oder stellen Sie selber Fragen.
Wenn andere Webmaster und Blogger Sie kennen und Ihre Kompetenz zu schätzen lernen, linken Sie oft ganz von selbst zu Ihrem Blog oder laden Sie ein einen Gastbeitrag zu veröffentlichen (inklusive Link zu Ihrer Seite – oft allerdings nur wenn diese nicht kommerziell ist).
Gerade für Blogger ist es unumgänglich im Social Web aktiv zu sein, Links sind dabei nur ein angenehmer Nebeneffekt.
Das war der erste Teil meiner Link Building Serie. Im kommenden Beitrag möchte ich auf Strategien eingehen, die für Firmen, Blogger und Hobby Webmaster gleichermaßen interessant sind nachdem dieser Artikel sich eher an Blogger richtete. Im nächsten Artikel werde ich voraussichtlich die folgenden Themen behandeln:
Veröffentlicht am Mi, Feb 11, 2009 von Sascha Cremer
0 Kommentare