Vor dem ‘perfekten’ Online Image steht zwangsläufig die Frage: Wie will ich mich im Netz präsentieren? Will man als seriöser Geschäftsmann in einem Atemzug mit mit dem eigenen Unternehmen genannt werden, als kreativer Künstler Googles Bildersuche dominieren oder als Privatperson persönliche Erlebnisse verbreiten? Egal welche Ziele mit Online PR verfolgt werden: Entscheidend ist, dass sie die wichtigsten Google Treffer zu ihrem Namen selbst in der Hand haben und so ihr eigenes Image steuern.
Standardrezepte beim Aufbau der eigenen Online Reputation gibt es genauso wenig wie eine einheitliche Lösung im SEO. Wieviele Einträge gibt es bereits zu einem Namen? Gibt es berühmte Namensvettern? Existieren bereits unerwünschte Inhalte zum eigenen Namen oder kann ein neues Image von Grund auf aufgebaut werden?
Trotz dieser Einschränkungen gibt 4 grundlegende Vorgehensweisen, die beim Aufbau eines positiven Image helfen bzw. die negative Nachrichten auf die hinteren Google Ränge verweisen:
Be aware!: Schreiben im Internet – jeder kann mitlesen
Das Internet ist ein öffentlicher Raum der oftmals wie ein privates Hinterzimmer erscheint. Soziale Netzwerke erwecken den Eindruck einer abgeschotteten Welt, zu der nur ich selbst und meine Freunde Zugriff haben. Was liegt näher als die Partybilder des letzten Wochenendes zu teilen, liberale Ansichten zum Drogenkonsum preiszugeben oder dem Ärger über den eigenen Chef freien Lauf zu lassen. Aber es ist eben doch ein öffentlicher Raum zu dem prinzipiell JEDER Zugriff hat. Jedes Mitglied eines sozialen Netzwerks aber in vielen Fällen auch die Crawler der Suchmaschinen, die fleissig indizieren und scheinbar geheime Informationen der ganzen Welt mitteilen. Diese Öffentlichkeit macht selbst vor Behörden nicht halt und kann im Extremfall vor Gericht enden (nur ein Beispiel: Das StudiVZ) oder auch mal eine politische Karriere beenden wie im Fall von Thomas Müller. Erster und wichtigster Schritt beim Aufbau einer positiven Online Reputation ist daher das Bewußtsein über die Auffindbarkeit aller Daten im Internet. Die Konsequenz daraus ist einfach, wird aber dennoch in vielen, vielen Fällen nicht befolgt:
Was andere nicht über mich wissen sollen, schreibe ich nicht – oder lasse es nicht jeden lesen
Will ich private Informationen NUR mit Freunden teilen muss ich dafür sorgen, dass diese Informationen auch privat bleiben, d.h.: Passwortschutz, eingeschränkter Zugriff in sozialen Netzwerken und Google muss draussen bleiben. Nur wenn ich mir wirklich sicher bin, dass die veröffentlichten Informationen der eigenen Online PR Strategie entsprechen lasse ich JEDEN darauf zugreifen.
Dabei gilt für fast alle Netzwerke: Veröffentlichen ist einfach, geheimhalten oft nicht. Bevor man also anfängt in einem der vielen sozialen Netzwerke, ob StudiVZ, wer-kennt-wen.de oder Stayfriends die Hosen herunterzulassen sollte man sich die Einstellungen zur eigenen Privatsphäre genau anschauen.
Beispielhaft habe ich mir dazu mal zwei der größten deutschen Netzwerke angeschaut (eine kurze eigene Erhebung der größten Web 2.0 Netzwerke übrigens hier), StudiVZ und Xing. Beide Netzwerke ermöglichen zwar den Schutz der eigenen Privatsphäre – standardmäßig sind aber ALLE Profildaten für jeden sichtbar. Xing öffnet sich dabei sogar für Google – bedenklich selbst bei einem Geschäftsnetzwerk, das man eher nicht für die Verbreitung von Partybildern nutzen wird. Die entsprechenden Einstellungen sind zudem unter Einstellungen verborgen, hier wäre ein Einstellungs-Wizard anzuraten bevor man anfängt unbedarft zu veröffentlichen.
Was aber, wenn bereits unliebsame Informationen im Internet sind? Oder bereits ein anderer “Dieter Müller” die Suchergebnisse bei Google dominiert?
In den nächsten Wochen werde ich mich näher mit weiteren Tipps zum Aufbau einer postiven Online PR beschäftigen:
- Supervise!: Was schreibt das Netz über mich, wie kann ich mein eigenes Image kontrollieren?
- Be heard!: Ihnen geht es wie mir und sie finden unliebsame Informationen im Netz? Sprechen sie mit den Webseitenbetreibern und bitten sie um ihre Unterstützung!
- Dominate!: Man will negative Informationen nicht entfernen? Sie stehen erst auf Seite 5 der Google Ergebnisse? Nutzen sie SEO um ihr eigenes Wunschprofil auf die vorderen Google Plätze zu bringen.


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Juli 10th, 2008 at 2:44 pm
[...] ich im ersten Teil meiner Basics darüber geschrieben habe wie wichtig es ist sich über die nur scheinbare [...]
Juli 23rd, 2008 at 3:41 pm
[...] ich in Teil 1 und 2 meiner Reputation Management Basics beschrieben habe, was es grundsätzlich beim Aufbau einer [...]
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