Und mal wieder ein amerikanischer Import bei den sozialen Netzwerken: Moli. Interessanterweise versucht der Anbieter mit einer “Privacy Control” zu punkten, d.h. jeder Benutzer kann sehr genau steuern was seine Mitmenschen über ihn lesen dürfen und was nicht.
Ein kurzer Selbstversuch hat gezeigt, das Moli standardmäßig zunächst ein öffentliches Profil anlegt, dessen Informationen von JEDERMANN gelesen werden können. Dieses Profil kann dann später um weitere Profile ergänzt werden, für die jeweils gesonderte Zugriffsrechte vergeben werden können.
Damit hat der geneigte Benutzer die Möglichkeit seine verschiedenen virtuellen Identitäten in einem sozialen Netzwerk zusammenzuführen: Ein Party-Profil mit den Bildern vom letzten Wochenende, auf das nur die engsten Freunde zugreifen können. Ein Dichter&Denker Profil, mit dem man sich den Mitgliedern im Moli Netzwerk präsentiert und ein geschäftliches Profil, das man komplett für die Öffentlichkeit und den GoogleBot zugänglich macht. Um diesen öffentlichen Zugang abzurunden bietet Moli auch die Möglichkeit, eine eigene URL für ein beliebiges Profil zu kreieren.
Insgesamt hat die neue Community einen wirklich positiven Eindruck bei mir hinterlassen, nicht nur durch die gut überlegten Einstellungen zur Privatsphäre, sondern auch durch eine sehr aufgeräumt wirkende Oberfläche. Einziger Schwachpunkt ist aus meiner Sicht, dass mein erstes Profil standardmäßig öffentlich ist, ohne dass ich darauf gesondert hingewiesen werde. Vielleicht habe ich diesen Punkt auch übersehen, aber von einem Portal, das mit dem Schutz der Privatsphäre wirbt hätte ich doch einen etwas deutlicheren Hinweis erwartet.

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August 22nd, 2008 at 4:53 pm
[...] Engagement aufgeben will. Ich hatte vor ein paar Wochen bereits von dem neuen Social Network berichtet, das sich besonders um die Privatsphäre seiner Nutzer sorgt und es erlaubt, unterschiedliche [...]
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