Über einen besonders extremen Fall des Reputation Bashing, also dem gezielten Zerstören einer Online Reputation, berichtete gestern der Spiegel – was war geschehen?
Ein ranghoher Manager der Credit Suisse, Steve Rattner, war eine Affäre mit einer verheirateten Frau eingegangen. Für ihn zum Verhängnis wurde dabei, dass der gehörnte Ehemann sich bestens mit den Möglichkeiten des Web 2.0 auskannte und auf allen Kanälen gegen Rattner zu Felde zog: In Foren großer Zeitungen, auf eigens eingerichteten Blogs, auf mySpace und Facebook – überall fand sich plötzlich die Anklage, das Rattner seine Frau nur durch Geld und Geschenke verführt hätte, verbunden mit der Frage “Dürfen sich Reiche alles leisten?”.
Eben durch diese allgemeine Frage, mit der er nebenbei Rattner durch den Schlamm zog, gelang es dem Ehemann Tommii Cosgrove eine breite Diskussion in den Staaten loszutreten. Dabei schlugen sich zwar auch einige Kommentare auf die Seite Rattners – letztlich wurden der Credit Suisse die Negativschlagzeilen aber alsbald zuviel. Das Ergebnis: Rattner zieht sich von seinem Managerposten zurück.

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