Wer die Kommunikationsmöglichkeiten des Web 2.0 für sich nutzen will hat mittlerweile die Qual der Wahl zwischen StudiVZ, Xing, Facebook und etlichen weiteren. Konnte man früher noch halbwegs sicher sein seinen jeweiligen Freundeskreis mehr oder weniger komplett bei einem der Netzwerke wiederzufinden, muss man heute schon in verschiedenen Netzwerken aktiv sein, um mit allen Freunden in Kontakt zu bleiben.
Unüberschaubere Kommunikationsvielfalt
Auch wenn soziale Netzwerke für die Kommunikation bei vielen immer wichtiger werden, sind sie natürlich bei weitem nicht die einzige Kommunikationsmöglichkeit im Netz. Vor allem Instant Messenger wie MSN oder ICQ oder die gute alte Email werden auch weiterhin genutzt. Wer all diese Möglichkeiten nutzt, muss sich mit einem Wust verschiedener Programme, Logins und Passwörtern herumschlagen. Das brasilianische Unternehmen power.com versucht diese Vielfalt jetzt unter einer Oberfläche zu vereinen, mit der Nutzer Zugriff auf soziale Netzwerke, Instant Messaging und Emails haben.
Netzwerke bangen um Werbeeinnamen
Obwohl das Angebot noch im Beta-Stadium ist und bisher nur wenige Netzwerke im Angebot hat (hi5, Orkut, Myspace), fürchten Netzwerke scheinbar bereits um ihre Werbeeinnahmen. Setzt sich ein Aggregator wie power.com wirklich durch, gehen den Netzwerken Werbekunden auf ihren Seiten verloren. Nachdem Facebook die Angelegenheit bereits vor Gericht getragen hat, wurde die Anbindung von power.com auf Grund unklarer Rechtslage zunächst gestoppt. Im Januar soll der Service allerdings wieder starten, gemeinsam mit Anbindungen zu verschieden IM und Email-Services. Man darf gespannt sein ob das MashUp aus Brasilieren die technischen und rechtlichen Hürden nimmt, den Nutzer dürfte es auf jeden Fall freuen.

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