Das in sozialen Netzwerken allerlei Privates der Öffentlichkeit kundgetan wird war ja schon des Öfteren Thema in diesem Blog. Klare Zahlen zu diesem naiven ‘das findet schon keiner raus’ Verhalten bringen jetzt zwei Studien der University of Wisconsin: In einer der Studien wurden 500 zufällig ausgewählte mySpace Profile analysiert, mit aufschlussreichen Ergebnissen: Über die Hälfte glänzte mit intimen Details aus dem Privatleben, 41% berichteten über Drogenerfahrungen, 24% über ihr sexuelles Verhalten und 14% sogar über Gewaltanwendungen.
Hoffnung in Sicht oder einfach nur blöd?
Immerhin: Besserung scheint in Sicht. In der zweiten Studie wurde 190 Benutzern mit derartigen Profilen eine Email geschickt, in der sie auf ihr riskantes Verhalten aufmerksam gemacht wurden. Auf diese Mail von einem unbekannten Absendern reagierten 13.7% und entfernten innerhalb der nächsten 3 Monate private Informationen von ihrem Profil. Das kann man durchaus positiv bewerten, vielleicht müssen einige der untersuchten amerikanischen Kids nur auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht werden. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob die gleichen Benutzer auch empfänglich wären für Emails alá “Ihre Bankdaten sind gefährdet, bitte geben sie auf dieser Seite ihre TAN Nummern ein.” ,-).

Antworten