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Reputation Management Basics – Teil 2: Supervise!

Veröffentlicht am Do, Jul 10, 2008 von Sascha Cremer

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Nachdem ich im ersten Teil meiner Basics darüber geschrieben habe wie wichtig es ist sich über die nur scheinbare Privatsphäre des Internets bewußt zu werden, widme ich mich heute einem anderen wichtigen Thema: Der Vanity Search. Die Suche nach dem eigenen Namen im Internet ist bei weitem mehr als ein eitler Zeitvertreib. Für ein erfolgreiches Reputation Management ist es vielmehr entscheidend sich genau über das eigene Bild im Netz zu informieren: Nur wenn ich weiß, wie ich im Internet dargestellt werde, kann ich auf negative Berichte reagieren oder positive Artikel gezielt fördern.

Für einen ersten Überblick des eigenen Web-Images empfiehlt sich natürlich die schlichte Namenseingabe. Hier gewinnen sie nicht nur am schnellsten einen ersten Überblick ihrer eigenen Online Reputation – auch andere, die sich für sie interessieren, werden mit Sicherheit zunächst Google bemühen. Mit über 60% Marktanteil weltweit und mehr als 80% Marktanteil in Deutschland ist Google schlichtweg nicht allein die mit Abstand wichtigste Suchmaschine im Internet – sondern auch die wichtigste Informationsquelle über ihr eigenes Bild im Netz.
Eine Vanity Search empfiehlt sich daher nicht nur einmalig, sondern regelmäßig – sie werden überrascht sein wie sich die Google Suchergebnisse beinahe ständig verändern, wenn auch meist nur minimal. Um sofort reagieren zu können wenn Neuigkeiten über sie erscheinen empfiehlt sich zudem das Einrichten eines Google Alerts, Neuigkeiten werden automatisch an ihre Email Adresse weitergeleitet.
Trotz der Wichtigkeit von Google finden sie hier noch keine umfassende Darstellung ihrer virtuellen Identität. Mit der zunehmenden Bedeutung der eigenen Online Reputation sind folgerichtig verschiedene Dienste entstanden, die sich auf die Suche nach persönlichen Informationen spezialisiert haben – und es werden ständig mehr. Vor allem im englischsprachigen Raum findet sich eine Vielfalt unterschiedlicher Anbieter, hier nur einige:

  • www.spock.com
  • www.naymz.com
  • www.wink.com
  • www.zoominfo.com

Aber auch im deutschsprachigen Raum haben sich bereits einige Anbieter etabliert, hervorzuheben sind besonders:

  • www.yasni.de
  • www.myonid.de

Diese Anbieter bieten meist nicht allein umfangreichere Informationen über ihre eigene Online Reputation, sie organisieren die Informationen auch für einen leichteren Überblick. So werden Informationen zunächst nach ihren Quellen (z.B. Wikipedia / Social Networks) organisiert und in verschiedene Medientypen unterteilt (Text / Bild / Video). Damit ermöglichen sie einen weitaus umfassenderen Blick auf ihre Online Reputation und zeigen auch das inhaltliche Umfeld ihrer Spur im Netz auf: Yasni nutzt dazu eine Tag Cloud, hier am Beispiel von Angela Merkel:

Tagcloud von Angela Merkel

Sowohl Yasni als auch myonid organisieren aber nicht allein Ergebnisse, sie bieten darüber hinaus auch Möglichkeiten die eigene Online Reputation zu steuern indem eine Auswahl der Suchergebnisse zu einem Profil zusammengefasst werden können. Auf die verschiedenen Möglichkeiten die eigene Online Reputation zu steuern werde ich näher im dritten und vierten Teil meiner Reputation Management Basics eingehen:

  • Be heard!: Ihnen geht es wie mir und sie finden unliebsame Informationen im Netz? Sprechen sie mit den Webseitenbetreibern und bitten sie um ihre Unterstützung!
  • Dominate!: Man will negative Informationen nicht entfernen? Sie stehen erst auf Seite 5 der Google Ergebnisse? Nutzen sie SEO um ihr eigenes Wunschprofil auf die vorderen Google Plätze zu bringen.

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Moli – Soziales Netzwerk mit Privatsphäre

Veröffentlicht am Do, Jun 19, 2008 von Sascha Cremer

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Und mal wieder ein amerikanischer Import bei den sozialen Netzwerken: Moli. Interessanterweise versucht der Anbieter mit einer “Privacy Control” zu punkten, d.h. jeder Benutzer kann sehr genau steuern was seine Mitmenschen über ihn lesen dürfen und was nicht.

Ein kurzer Selbstversuch hat gezeigt, das Moli standardmäßig zunächst ein öffentliches Profil anlegt, dessen Informationen von JEDERMANN gelesen werden können. Dieses Profil kann dann später um weitere Profile ergänzt werden, für die jeweils gesonderte Zugriffsrechte vergeben werden können.

Damit hat der geneigte Benutzer die Möglichkeit seine verschiedenen virtuellen Identitäten in einem sozialen Netzwerk zusammenzuführen: Ein Party-Profil mit den Bildern vom letzten Wochenende, auf das nur die engsten Freunde zugreifen können. Ein Dichter&Denker Profil, mit dem man sich den Mitgliedern im Moli Netzwerk präsentiert und ein geschäftliches Profil, das man komplett für die Öffentlichkeit und den GoogleBot zugänglich macht. Um diesen öffentlichen Zugang abzurunden bietet Moli auch die Möglichkeit, eine eigene URL für ein beliebiges Profil zu kreieren.

Insgesamt hat die neue Community einen wirklich positiven Eindruck bei mir hinterlassen, nicht nur durch die gut überlegten Einstellungen zur Privatsphäre, sondern auch durch eine sehr aufgeräumt wirkende Oberfläche. Einziger Schwachpunkt ist aus meiner Sicht, dass mein erstes Profil standardmäßig öffentlich ist, ohne dass ich darauf gesondert hingewiesen werde. Vielleicht habe ich diesen Punkt auch übersehen, aber von einem Portal, das mit dem Schutz der Privatsphäre wirbt hätte ich doch einen etwas deutlicheren Hinweis erwartet.

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Online PR – Möglichkeiten sozialer Netzwerke

Veröffentlicht am Mo, Jun 9, 2008 von Sascha Cremer

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Bei falschem Umgang können soziale Netzwerke schnell zum Stolperstein für die eigene Online Reputation werden. Bei richtiger Anwendung sind sie aber auch ein perfekter und vor allem zeitsparender Weg um das eigene Bild im Internet zu steuern und eine positive Online PR aufzubauen. Für all diejenigen, die nicht bereit sind dutzende Online Profile zu steuern um in allen relevanten Netzwerken präsent zu sein stellt sich allerdings die Frage: In welchem Netzwerk melde ich mich an, wo investiere ich meine Zeit am sinnvollsten? Um die Fülle des Angebots einzuschränken empfiehlt sich zunächst ein Blick auf die Größe des Netzwerks – wo niemand außer mir ist wird auch niemand finden. Eine kleine Erhebung mit Hilfe von Alexa zeigt schnell die größten 10 Netzwerke in Deutschland (falls ich eines übersehen haben sollte: immer her mit den Kommentaren!):

Platz Name Alexa Rang *Stand: 23.5.2008 Bemerkung
1 studiVZ 7 Geschlossen für SuMa, “Spaß-Community” vor allem für Studenten
2 schülerVZ 10 Geschlossen für SuMa, “Spaß-Community” vor allem für Schüler, Registrierung NUR nach Einladung
3 MySpace 14 Offen für SuMa, richtet sich vor allem an Bands/Kreative
4 Wer-kennt-wen? 21 Geschlossen für SuMa, Registrierung NUR nach Einladung
5 Facebook 28 Geschlossen für SuMa, amerikanisches Vorbild von StudiVZ, mittlerweile auch mit deutschem Ableger
6 Lokalisten 42 Geschlossen für SuMa, starker “Offline”-Bezug mit regionaler Ausrichtung
7 Jappy 59 Geschlossen für SuMa, “Flirt-Community”
8 Kwick 66 Geschlossen für SuMa, “Flirt-Community”
9 Stayfriends 93 Teilweise offen für SuMa
10 Xing 94 Wahlweise offen für SuMa, “Business-Community”

Um sich wirklich im Netz zu präsentieren ist eine Öffnung für Suchmaschinen letztlich unerlässlich. Nur so stellt man sicher, dass das eigene Bild im Netz nicht allein von der eigenen Community, mag sie auch noch so groß sein, wahrgenommen wird. Für die Crawler von Google & Co. öffnen sich allerdings allein MySpace, Stayfriends und Xing.

Für welche der Communities ich mich entscheide hängt letztlich von der eigenen Zielsetzung ab: Myspace richtet sich als Plattform vor allem an Musiker, bietet die Möglichkeit Musik-Livestreams einzurichten und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten die eigene Seite mit ein paar HTML-Kenntnissen zu gestalten. Dadurch wird aber auch das Umfeld der eigenen Seite nahezu unkontrollierbar und eignet sich damit nur bedingt für eine seriöse geschäftliche Online PR (vgl. z.B. einen Bericht des WDR).

Stayfriends hingegen wendet sich an die praktisch allgemeingültige Zielgruppe der ‘Schulabgänger’, orientiert sich aber auch bei der Gestaltung der eigenen Profilseite sehr stark an dieser Zielgruppe – hier können nur wenige Stammdaten zu Adresse, Beruf und ehemaliger Schule angegeben werden. Ein umfassenderes persönliches Bild kann man damit allerdings nicht aufbauen.

Xing hingegen spezialisiert sich auf den Aufbau eines beruflichen Netzwerkes, was sich auch in den Möglichkeiten der eigenen Profilseite wiederspiegelt. Hier hat jeder die Möglichkeit den eigenen Karriere- und Ausbildungsweg darzustellen. Ideal also um die eigene Online Reputation für die Karriereplanung zu nutzen.

Neben diesen etablierten Netzwerken gibt es mittlerweile auch Plattformen, die sich auf die Gestaltung einer eigenen Online Reputation spezialisiert haben. Im deutschsprachigen Raum sind hier vor allem Yasni und myOnID hervorzuheben. Beide bieten die Möglichkeit ein eigenes Profil anzulegen und konzentrieren sich hier ähnlich wie Xing vor allem auf berufliche Daten – allerdings mit einer geringeren Informationstiefe. Entscheidender Mehrwert ist die Möglichkeit dem eigenen Profil Suchmaschinen Einträge zuzuordnen. Negative Beiträge bzw. Treffer von Namensvettern können dabei ausgeblendet werden. Dadurch bieten sich diese Dienste vor allem an wenn bereits eine eigene Online PR besteht, wenn man den Suchmaschinen also bereits bekannt ist. Ein Profil in sozialen Netzwerken ersetzen sie aus meiner Sicht allerdings noch nicht.

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Keine Kündigung wegen Äußerungen in StudiVZ

Veröffentlicht am Fr, Jun 6, 2008 von Sascha Cremer

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Ein wie ich finde besonders dramatischer (dummer?) Fall unüberlegter Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken, hier dem StudiVZ, geht seit einigen Monaten durch die Presse. Mitarbeiter eines Brandenburger Hotels hatten sich in der StudiVZ Gruppe “Hängt den Storch” (der Storch ist das Logo des Hotels) ordentlich gegen ihren Chef ausgelassen und sich sogar in Zusammenhang mit einem ‘Gasangriff’ auf die Therme des Hotels gebracht.

Der Hotelchef hat daraufhin 9 Angestellen fristlos gekündigt. Diese Kündigung ist jetzt jedoch vom Arbeitsgericht Cottbus in vier Fällen für unzulässig erklärt worden wie Heise meldet. Juristisch also ein Erfolg für die achtlosen Schreiber, karriereförderlich werden die verbalen Ausrutscher aber sicherlich nicht sein…

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Reputation Management Basics – Teil 1: Be aware!

Veröffentlicht am Do, Jun 5, 2008 von Sascha Cremer

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Vor dem ‘perfekten’ Online Image steht zwangsläufig die Frage: Wie will ich mich im Netz präsentieren? Will man als seriöser Geschäftsmann in einem Atemzug mit mit dem eigenen Unternehmen genannt werden, als kreativer Künstler Googles Bildersuche dominieren oder als Privatperson persönliche Erlebnisse verbreiten? Egal welche Ziele mit Online PR verfolgt werden: Entscheidend ist, dass sie die wichtigsten Google Treffer zu ihrem Namen selbst in der Hand haben und so ihr eigenes Image steuern.

Standardrezepte beim Aufbau der eigenen Online Reputation gibt es genauso wenig wie eine einheitliche Lösung im SEO. Wieviele Einträge gibt es bereits zu einem Namen? Gibt es berühmte Namensvettern? Existieren bereits unerwünschte Inhalte zum eigenen Namen oder kann ein neues Image von Grund auf aufgebaut werden?

Trotz dieser Einschränkungen gibt 4 grundlegende Vorgehensweisen, die beim Aufbau eines positiven Image helfen bzw. die negative Nachrichten auf die hinteren Google Ränge verweisen:

Be aware!: Schreiben im Internet – jeder kann mitlesen

Das Internet ist ein öffentlicher Raum der oftmals wie ein privates Hinterzimmer erscheint. Soziale Netzwerke erwecken den Eindruck einer abgeschotteten Welt, zu der nur ich selbst und meine Freunde Zugriff haben. Was liegt näher als die Partybilder des letzten Wochenendes zu teilen, liberale Ansichten zum Drogenkonsum preiszugeben oder dem Ärger über den eigenen Chef freien Lauf zu lassen. Aber es ist eben doch ein öffentlicher Raum zu dem prinzipiell JEDER Zugriff hat. Jedes Mitglied eines sozialen Netzwerks aber in vielen Fällen auch die Crawler der Suchmaschinen, die fleissig indizieren und scheinbar geheime Informationen der ganzen Welt mitteilen. Diese Öffentlichkeit macht selbst vor Behörden nicht halt und kann im Extremfall vor Gericht enden (nur ein Beispiel: Das StudiVZ) oder auch mal eine politische Karriere beenden wie im Fall von Thomas Müller. Erster und wichtigster Schritt beim Aufbau einer positiven Online Reputation ist daher das Bewußtsein über die Auffindbarkeit aller Daten im Internet. Die Konsequenz daraus ist einfach, wird aber dennoch in vielen, vielen Fällen nicht befolgt:

Was andere nicht über mich wissen sollen, schreibe ich nicht – oder lasse es nicht jeden lesen

Will ich private Informationen NUR mit Freunden teilen muss ich dafür sorgen, dass diese Informationen auch privat bleiben, d.h.: Passwortschutz, eingeschränkter Zugriff in sozialen Netzwerken und Google muss draussen bleiben. Nur wenn ich mir wirklich sicher bin, dass die veröffentlichten Informationen der eigenen Online PR Strategie entsprechen lasse ich JEDEN darauf zugreifen.

Dabei gilt für fast alle Netzwerke: Veröffentlichen ist einfach, geheimhalten oft nicht. Bevor man also anfängt in einem der vielen sozialen Netzwerke, ob StudiVZ, wer-kennt-wen.de oder Stayfriends die Hosen herunterzulassen sollte man sich die Einstellungen zur eigenen Privatsphäre genau anschauen.

Beispielhaft habe ich mir dazu mal zwei der größten deutschen Netzwerke angeschaut (eine kurze eigene Erhebung der größten Web 2.0 Netzwerke übrigens hier), StudiVZ und Xing. Beide Netzwerke ermöglichen zwar den Schutz der eigenen Privatsphäre – standardmäßig sind aber ALLE Profildaten für jeden sichtbar. Xing öffnet sich dabei sogar für Google – bedenklich selbst bei einem Geschäftsnetzwerk, das man eher nicht für die Verbreitung von Partybildern nutzen wird. Die entsprechenden Einstellungen sind zudem unter Einstellungen verborgen, hier wäre ein Einstellungs-Wizard anzuraten bevor man anfängt unbedarft zu veröffentlichen.

Einstellungen zur Privatsphäre bei StudiVZEinstellungen zur Privatsphäre bei StudiVZEinstellungen zur Privatsphäre bei Xing

Was aber, wenn bereits unliebsame Informationen im Internet sind? Oder bereits ein anderer “Dieter Müller” die Suchergebnisse bei Google dominiert?

In den nächsten Wochen werde ich mich näher mit weiteren Tipps zum Aufbau einer postiven Online PR beschäftigen:

  • Supervise!: Was schreibt das Netz über mich, wie kann ich mein eigenes Image kontrollieren?
  • Be heard!: Ihnen geht es wie mir und sie finden unliebsame Informationen im Netz? Sprechen sie mit den Webseitenbetreibern und bitten sie um ihre Unterstützung!
  • Dominate!: Man will negative Informationen nicht entfernen? Sie stehen erst auf Seite 5 der Google Ergebnisse? Nutzen sie SEO um ihr eigenes Wunschprofil auf die vorderen Google Plätze zu bringen.

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Was ist eigentlich SEO (Search Engine Optimization)?

Veröffentlicht am Mi, Jun 4, 2008 von Thomas Floracks

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Wer sucht der findet – aber was?

Für die Mehrzahl der Internetnutzer sind Suchmaschinen das alles dominierende Werkzeug um Informationen jeglicher Art im Internet zu finden – vom nächsten Urlaub bis hin zur Anleitung zum perfekten Krawattenknoten. In den USA z.B. nutzen 50% der Bevölkerung mindestens einmal im Monat Goolgle für eine Suche, viele jedoch hunderte oder gar tausende Male pro Monat. Das Ziel einer Suchmaschine ist es für jede Suchanfrage die relevantesten Ergebnisse zu liefern. Dazu benutzt jede Suchmaschine einen firmeneigenen, geheimen Algorithmus, der die der Suchmaschine bekannten Inhalte des Internets für jeden Suchbegriff auswertet und als Ergebnis eine Trefferliste mit relevanten Webseiten liefert (SERPSearch Engine Result Page).

Obwohl die Kriterien und die Gewichtung dieser Kriterien die jede Suchmaschine anwendet, um die Suchergebnisse zu erzeugen streng gehütete Geheimnisse sind, versuchen Firmen und einzelne Personen zu verstehen wie jede Suchmaschine ihre Ergebnisse erzeugt. Das Ziel ist es auf der ersten Ergebnisseite für einen Suchbegriff zu landen, da die Mehrzahl der Nutzer auf einen Link auf der ersten Seite klicken.
Der Prozess der ständigen Analyse – Warum sind bestimmte Webseiten auf der ersten Ergebnisseite? Was haben diese Seiten gemeinsam? – und dem Anpassen der eigenen Webseite an die Ergebnisse dieser Analyse ist SEO. SEO ist also ein “backward engineering” Prozess, der die eigene Webseite so optimiert, dass der Google Algorithmus sie für die relevanteste Seite für bestimmte Suchbegriffe hält.

In unserem Blog Imageistalles.de ist SEO eins der zentralen Themen, da die Online Reputation einer Firma oder einer Person erheblich von den Suchergebnissen bestimmt wird. Die Ex Freundin, eine Konkurrenzfirma, ein entlassener Mitarbeiter, sie alle können im Internet Lügen über Personen, Produkte oder ganze Firmen veröffentlichen. SEO ist oftmals die einzige Möglichkeit zu reagieren, die Suchergebnisse zu beeinflussen und so Schaden abzuwenden.

In den nächsten Wochen werde ich weitere Artikel zum Thema veröffentlichen die einzelne Aspekte von SEO im Detail erklären.

So, stay tuned.

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Xing und Reputation Management

Veröffentlicht am Mi, Jun 4, 2008 von Sascha Cremer

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Das sehr lesenswerte Interview von Klaus Eck mit Bernd Pitz zum Thema Xing und Reputation Management hat mich mal wieder auf die Platzierung meines Xing-Profils im Google Index aufmerksam gemacht. Seit Xing seinen Nutzern die Entscheidung überlässt das eigene Profil für die Crawler von Google & Co. zu öffnen, habe ich diese Möglichkeit auch genutzt. Hier pflege mein Profil ohnehin regelmäßig, die Darstellung in den Suchergebnissen (Name, Position und Branche) gefällt mir und vor allem habe ich natürlich selbst Zugriff auf die Daten – ideal für Online PR.

Was ich bisher nur leidlich nachvollziehen konnte war allerdings die Platzierung meines Profils im Suchmaschinen-Ranking: Zunächst landete ich auf Platz 1 der Google SERPs, um dann monatelang komplett aus den Treffern zu verschwinden. Gleiches gilt für Yahoo: Seit Freigabe meines Profils war ich hier zumindst unter den TOP 10 Einträgen zu finden – um jetzt komplex aus dem Index verschwunden zu sein. Meine Vermutung, dass der NOCACHE Eintrag in den Xing-Profilseiten mit diesem Phänomen zu tun haben könnte wird in gängigen Forums zumindest nicht bestätigt (z.B. hier), eine andere Erklärung für das regelmäßige Verschwinden aus dem Suchmaschinenindex habe ich allerdings noch nicht.

Um mein Xing-Profil wieder in den Index zu pushen habe ich vor ein paar Wochen erstmal den Rat von Bernd Pitz befolgt und die Domain www.saschacremer.de direkt auf mein Profil weiterleiten lassen. Und siehe da: Eine Vanity Search heute findet mein Profil wieder auf Platz 1 der Google SERPs – mal schauen ob Yahoo bald nachzieht!

*Update: Meine Vermutung, das Google sich über eine Verlinkung von www.saschacremer.de auf mein Xing-Profil gefreut hat, hat sich als falsch erwiesen. Da ich die Domain erst vor ein paar Wochen beantragt habe ist die Seite nicht einmal durch Google indiziert und kann damit auch keinen positiven Einfluss auf das Ranking meines Xing Profils haben. Entweder Xing hat also etwas wesentliches verändert, oder Google hat am Algorithmus geschraubt. Da ich scheinbar zeitgleich zu meiner besseren Google Platzierung von Yahoo ‘abgestraft’ wurde nehme ich mal an, das Xing hier irgendetwas grundlegendes geändert hat.

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Riesen-Nachfrage nach Personensuche

Veröffentlicht am Di, Mai 27, 2008 von Sascha Cremer

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Nur 6 Monate nachdem die deutsche Personensuchmaschine Yasni ihre Pforten geöffnet hat können die Betreiber über eine beeindruckende Nachfrage in einer aktuellen Pressemitteilung berichten:

  • 3 Millionen Unique User
  • Top 250 deutscher Websites
  • 120.000 registrierte Benutzer

Auch wenn dabei bekannte Persönlichkeiten am meisten gesucht werden (Angela Merkel und Paris Hilton führen das Ranking an) verweist Yasni laut IWB darauf, dass sich der überwiegende Suchanteil auf unterschiedliche Namen verteilt – das Interesse am Online-Fußabdruck von Nachbarn, Freunden und Geschäftspartnern scheint also stetig zu steigen.

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